Zeitschriftenrichtlinien und Publikationsprozess

Konzept

Das „Journal of European Management & Public Affairs Studies“ (JEMPAS) ist eine frei zugängliche, begutachtete Online-Fachzeitschrift für angewandte Wissenschaft in Englisch und Deutsch. Autoren, Gutachter und Redakteure sind Studenten der Technischen Hochschule Wildau [FH] bei Berlin im Studiengang „Europäisches Management“.

Der Fokus der Zeitschrift ist die Schnittstelle von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in Europa. JEMPAS entwickelt Perspektiven auf das Management externer Beziehungen von Unternehmen und Branchen sowie Strategien im Nichtmarktumfeld.

Die Zeitschrift untersucht Stakeholder-Dialoge und Ansätze der Organisation, Vertretung, Kommunikation und Vermittlung von Wirtschaftsinteressen in Gesellschaft und Staat.

JEMPAS deckt folgende Inhalte ab, ohne auf diese begrenzt zu sein:

  • Management des (politischen, gesellschaftlichen, rechtlichen) Nichtmarkt-Umfelds in Europa
  • Interaktion mit politischen Akteuren
  • Konzepte und Praxis von Interessenvertretung und Lobbying
  • Gesellschaftliche Verantwortung, Ethik und Nachhaltigkeit
  • Stakeholder-Dialoge, Partnerschaften, Verhandlungen und Kommunikation
  • Strategieentwicklung in den Public Affairs
  • Karriere, Bildungs- und Weiterbildungsthemen
  • Entwicklung von Führung und Führungskräften

JEMPAS baut Brücken zwischen Empirie, Theorie und professioneller Praxis. Sie ist ein interdisziplinäres Forum, das Beiträge aus Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre, Recht, Sozial-, Politik- und Verwaltungswissenschaften veröffentlicht.

Ziel der Zeitschrift ist es, Lernen und Lehre zu verbessern. JEMPAS wurde als Medium und Publikationsmöglichkeit für Studenten und Absolventen gegründet. Sie gibt Studenten die Möglichkeit, sich an der wissenschaftlichen Debatte zu beteiligen: Sie veröffentlichen hier ihre eigenen Forschungsergebnisse, Fallstudien, Seminarprojekte, Literaturbesprechungen, Managementkonzepte oder Praxisberichte, oder sie teilen hilfreiche Tipps und Werkzeuge für das Studium.

Die Qualität der größeren Aufsätze wird durch ein anonymes Begutachtungsverfahren (Peer Review) gesichert, bei dem eingereichte Beiträge auf der Basis strikter Richtlinien und Kriterien bewertet werden (Erläuterung s. u.).

Die Gutachter (Reviewer) und Redakteure sind deutsche und internationale Studenten des Studiengangs „Europäisches Management“ (EM) der Technischen Hochschule Wildau [FH] bei Berlin. Die Zeitschrift wird von der Hochschule unterstützt und von Professoren im Rahmen von Lehrveranstaltungen begleitet.

Auch die Autoren kommen zunächst vorrangig aus dem EM-Studiengang, aber die Zeitschrift ist offen für Beiträge aus anderen Studiengängen und Hochschulen.

Die Zeitschrift erscheint mit zwei Online-Ausgaben jährlich (März/April und September/Oktober). Daneben informiert ein Blog der Redaktion über Neuigkeiten, Aktivitäten und Veranstaltungen.

 

Rubriken-Richtlinien

Editorial

Das Editorial ist ein Vorwort zur Ausgabe. Es wird von der Redaktion geschrieben. Das Editorial führt in die Inhalte der Ausgabe ein und gibt einen Überblick über wesentliche Beiträge.

Nicht auswählen Beitragseinreichung möglich Auswählen Indiziert Nicht auswählen Begutachtet (Peer Review)

Articles / Aufsätze

Die Rubrik Aufsätze ist unsere wichtigste Rubrik. Beiträge zu dieser Rubrik sollten nicht länger sein als circa 8000 Wörter im Text (nicht mitgezählt werden Abstract, Tabellen, Bildunterschriften, Quellenbelege).

Aufsätze können auf Initiative des Autors eingereicht, von der Redaktion angeregt oder von Professoren empfohlen werden. Aber: Alle Aufsätze werden dem Begutachtungsverfahren (Peer Review) unterzogen, bevor über die Veröffentlichung entschieden wird.

Normalerweise entstehen Aufsätze aus einer studentischen Seminar- oder Projektarbeit. Die meisten dürften in folgende Kategorien fallen:

  • Qualitative oder quantitative Forschungsarbeiten, die ein Phänomen, Probleme oder Daten empirisch erkunden und untersuchen, wobei unterschiedliche theoretische und methodische Ansätze verfolgt werden. Die Forschungsergebnisse sollten für nichtspezialisierte Leser verständlich sein.
  • Fallstudien: Beschreibung, Analyse, Deutung und Bewertung eines Einzelfalls oder einer Gruppe von Fällen. Sie sollen reich an beschreibenden Details sein, aber auch für ein breiteres Publikum interessant sein, und aufzeigen, welche Implikationen der Fall für Praxis und Wissenschaft hat (was können wir aus dem Fall lernen?)
  • Managementkonzepte: Beschreibung eines angewandten Konzepts für eine Managementfunktion oder eine konkrete Aufgabe oder Projekt. Idealerweise ist das Konzept neuartig und innovativ, und es ist für breite Anwendung nützlich. Grundlegende Fachliteratur zu Begriffen und Konzepten sollte einbezogen werden.
Kommentare und Reflexionen über neue Ideen, öffentliche oder Fachdebatten, praktische Streitfragen, Theorien, Untersuchungsmethoden, Kanäle der Kommunikation oder Ausdrucksmöglichkeiten (von Ereignissen über Reden und Filme bis zu Medienberichterstattung). Solche Beiträge entwickeln neue Perspektiven und geben Anregungen zum Nachdenken.

Auswählen Beitragseinreichung möglich Auswählen Indiziert Auswählen Begutachtet (Peer Review)

Praxis: Essays & Interviews

Essays in der Rubrik „Praxis“ beschreiben oder kommentieren praktische Erfahrung von Studenten in Unternehmen, Organisationen oder Institutionen: zum Beispiel als Praktikumsbericht, als Bericht über persönliche Begegnungen bei Veranstaltungen, oder als Kommentar über Entwicklungen im Kontext eines Berufsfeld.

Interviews werden als Gespräch normalerweise im Frage-Antwort-Format veröffentlicht. Die Interviews können ein aktuelles Thema, ein Berufsfeld oder Managementfunktionen in den Mittelpunkt stellen. Interviewpartner können z.B. aus der Wirtschaft, aus Politik, zivilgesellschaftlichen Organisationen oder der Wissenschaft kommen. Ihre Aussagen und Meinungen sollten relevant, informativ und wichtig sein.

Beiträge zu dieser Rubrik sollten nicht länger sein als circa 4000 Wörter. Hier wird kein Begutachtungsverfahren in Gang gesetzt, der Redakteur entscheidet über die Veröffentlichung.

Auswählen Beitragseinreichung möglich Auswählen Indiziert Auswählen Begutachtet (Peer Review)

Reviews / Besprechungen

Die Rubrik Besprechungen ist für Rezensionen neuer Bücher oder anderer Publikationen – kritisch bewertet aus studentischer Perspektive. Dies können wissenschaftliche oder praxisnahe Fachbücher sein, Handbücher, politische Bücher oder auch Lehrbücher. Darüber hinaus können auch andere Publikationsformen und Sammlungen in Frage kommen, soweit sie nicht besser der Rubrik „Toolbox“ zuzurechnen sind.

Beiträge zu dieser Rubrik sollten nicht länger sein als circa 1000 Wörter. Kürzere Rezensionen sind willkommen. Hier wird kein Begutachtungsverfahren in Gang gesetzt, der Redakteur entscheidet über die Veröffentlichung.

Auswählen Beitragseinreichung möglich Auswählen Indiziert Nicht auswählen Begutachtet (Peer Review)

Toolbox

Die Rubrik „Toolbox“ sammelt kurze Beiträge mit praktischen Hinweisen für Studium, Recherche und Kommunikation. Ihr Fokus liegt auf der Darstellung nützlicher Dinge, Methoden und Medien, Materialien, Techniken und Technik. Sie können zum Beispiel über interessante Informationsportale schreiben, über Datenbanken, Recherchestrategien oder Konzepte für besseres Schreiben, Textanalyse, Präsentationen oder alternative Lernmethoden oder Ratschläge für die Entwicklung eigener Fähigkeiten.

Beiträge zu dieser Rubrik sollten nicht länger sein als circa 600 Wörter. Hier wird kein Begutachtungsverfahren in Gang gesetzt, der Redakteur entscheidet über die Veröffentlichung.

Auswählen Beitragseinreichung möglich Auswählen Indiziert Nicht auswählen Begutachtet (Peer Review)
 

Peer-Review-Vorgang

Studenten recherchieren, lesen, schreiben viel im Studium. Leider landen ihre Erkenntnisse, Entdeckungen und Ergebnisse meist nur in der Ablage eines Dozenten oder bestenfalls, bei Abschlussarbeiten, in einem Regal der Hochschulbibliothek. Andere Studenten, Forscher, Lehrer oder Interessierte aus der Praxis haben davon nichts. Das ist schade, denn auch Studenten können zu Wissen und Wissenschaft beitragen. Eine Veröffentlichung bei JEMPAS macht ihre Arbeit frei zugänglich, so dass andere sie nutzen (und natürlich auch kritisch bewerten) können.

Qualität: Studentische Arbeiten zitierfähig machen

Studentische Texte gelten normalerweise nicht als zitierfähig und zitierwürdig in akademischen Arbeiten. Erstens muss eine Quelle dauerhaft zugänglich und nachprüfbar sein, und zweitens muss sie wissenschaftlichen Standards genügen.

Unsere Zeitschrift sichert beides ab: (1) JEMPAS ist als registrierte Online-Zeitschrift mit einer ISSN-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek ausgestattet und wird in internationalen wissenschaftlichen Verzeichnissen gelistet; sie wird auf einem Hochschulserver publiziert und wird elektronisch archiviert. (2) Die Qualität der wichtigsten Beiträge wird durch die Redaktion und ein anonymes Begutachtungsverfahren (Peer Review) abgesichert.

Dieses Verfahren ist dasselbe wie bei Fachzeitschriften, die von Professoren redigiert und von wissenschaftlichen Fachverlagen produziert werden.

Natürlich: Unsere studentischen Autoren sind keine Profi-Wissenschaftler, keine Fachkoryphäen oder Nobelpreisträger. Aber ihre Beiträge in JEMPAS gehen durch einen wirksamen Prozess der akademischen Qualitätskontrolle, bevor sie veröffentlicht werden.

Wie funktioniert der Peer Review?

Peer Review dient nicht der negativen Auslese, sondern vor allem der Fehlerkorrektur und Verbesserung der Texte – also keine Bange!

Nehmen Sie die Kommentare der Gutachter als guten Rat: wie Sie Lücken in Ihrer Arbeit füllen, wo Sie etwas besser erklären könnten oder wo mehr Belege nötig sind. Ihr Artikel wird dadurch besser, lesbarer und nützlicher.

Zunächst sichten studentische Redakteure die eingereichten Beiträge. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Beiträge als Seminar- oder Abschlussarbeit angenommen worden sind und vom Dozenten mit mindestens „gut und besser“ (1.7) bewertet wurden. Der Redakteur überprüft außerdem die Eignung nach Inhalt und gewünschtem Format.

Erscheint der Beitrag geeignet, reicht der Redakteur den Text an zwei studentische Gutachter weiter.

Unabhängig voneinander überprüfen und bewerten sie den eingereichten Text vor der Publikation. Wo nötig, ziehen sie Expertise und Erfahrung von Professoren heran. Die Gutachter empfehlen die Annahme ohne Korrekturen, oder sie schlagen Verbesserungen und Korrekturen vor, oder sie lehnen die Annahme ab. Werden Korrekturen vorgeschlagen, reicht der Autor die Arbeit noch einmal ein. Im letzten Schritt entscheidet ein Redakteur über die Endversion.

Die Gütekritierien werden im folgenden Abschnitt erläutert.

 

Open-Access-Richtlinie

Diese Zeitschrift bietet freien Zugang (Open Access) zu ihren Inhalten, entsprechend der Grundannahme, dass die freie öffentliche Verfügbarkeit von Forschung einem weltweiten Wissensaustausch zugute kommt.

 


Technische Hochschule Wildau [FH] - Technical University of Applied Sciences, Wildau, Germany